• 07Okt

    Gastbeitrag von Ljubica Negovec, AlleSprachen

    Das Land der Weinberge, des guten Essens und einer großen Portion Amore – kaum ein Land wird mit so viel Romantik assoziiert wie Italien. Sicherlich tragen auch die Einwohner der Apenninenhalbinsel ihren Teil zu diesem besonderen Feeling bei. Allerdings sind über die Italiener nicht nur nette Klischees verbreitet. Wir haben die hartnäckigsten Vorurteile unter die Lupe genommen und verraten Ihnen, welche davon stimmen, und an welchen eher weniger dran ist.

    1. Italiener sind schlechte Autofahrer

    Jein. Ob Italiener wirklich schlechter Autofahren können als andere Nationen, lässt sich pauschal nicht sagen. Sicher ist allerdings, dass im Vergleich zu Deutschland auf italienischen Straßen Anarchie herrscht – eine rote Ampel ist grün, eine grüne Ampel ebenso. Bodenmarkierungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen sind eher grobe Richtlinien, ebenso wie Vorrangregeln. Dafür sind die Italiener aber in der Regel auch toleranter mit dem Fahrstil anderer. Fahren und fahren lassen lautet hier das Motto.

    2. Italiener kommen immer zu spät

    Auch dieser Vorwurf lässt sich schlecht generalisieren. Sicher sind auch einige Pünktlichkeitsfanatiker unter den Italienern, jedoch gibt es hier ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Fakt ist, dass der Zeitbegriff im Süden etwas dehnbarer ist, als im Norden. Das macht vor allem Deutschen, die mit italienischen Zügen fahren müssen, zu schaffen. Denn auch hier gilt: Der Fahrplan ist eher eine grobe Richtlinie.

    3. Italienische Männer baggern alle Frauen an

    Nein, auch wenn es manchmal den Eindruck erweckt. Schließlich wurde schon so ziemlich jede Frau in Italien mindestens einmal mit „Ciao, Bella“ begrüßt. Tatsächlich ist dies aber eher eine Sache der Höflichkeit als eine ernsthafte Schmeichelei. Ein Deutscher und ein Italiener mögen den Frauen gleichermaßen zugeneigt sein, die Italiener zeigen es nur viel offener. In Italien wäre es sogar eine Respektlosigkeit, eine Frau nicht ausgiebig zu begutachten. Doch ein Italiener kennt seine Grenzen: Nur gucken, nicht anfassen.

    4. Es gehört zum südländischen Temperament, sich über alles aufzuregen

    Stimmt nur bedingt. Während man im Norden eher mit gedämpfter Stimme spricht, um seine Privatsphäre zu wahren oder andere nicht zu belästigen, geht es im Süden schon etwas lauter zu. Hier wird geräuschvoll geredet, gelacht und auch hin und wieder mal auf den Tisch gehauen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich Italiener über alles und nichts aufregen, es wird nur oft so empfunden. Dennoch kann man den Südländern einen Hang zu lauten Diskussionen nicht absprechen, vor allem, wenn es um den geliebten „calcio“ geht!

    5. Für italienische Männer geht nichts über ihre Mamma

    Stimmt definitiv. Der italienische Mann mag sich gemeinhin als Macho geben, in seinem Herzen ist er jedoch ein Mammone (Muttersöhnchen). In Italien hat die Familie einen hohen Stellenwert und vor allem die Mutter gilt als Familienoberhaupt. Selbst nach der Hochzeit entfernen sich italienische Männer in der Regel nicht allzu weit von der „Famiglia“. Die zukünftige Schwiegertochter hat es oft nicht leicht, da die Mamma „unantastbar“ ist und grundsätzlich alles besser kann.

    6. Ein Italiener ohne Handy ist kein richtiger Italiener

    Stimmt! Wer einmal im Flugzeug neben einem Italiener sitzen durfte, weiß, dass die Landsleute Italiens stets die ersten sind, die nach der Landung ihr Handy auspacken und der halben Verwandtschaft mitteilen, dass sie gut angekommen sind. Selbst, wenn der Angerufene direkt um die Ecke steht, wird telefoniert!

    Kaum ein Volk ist so mit Klischees behaftet wie die Italiener. Und man muss sagen, dass die meisten davon zumindest teilweise stimmen. Natürlich sollten Sie aber, wenn Sie eine Reise in das wunderschöne Italien planen, die Italiener nicht für ihre Art verurteilen – sie meinen es nicht böse, wenn sie zu spät kommen, sie sind einfach so. Sicher gewöhnen Sie sich bald an das „Dolce Vita“ und würden das südländische Lebensgefühl ungerne wieder aufgeben wollen – selbst, wenn zu Hause alles so angenehm geregelt ist.


    Über die Autorin: Die beeidete Übersetzerin für Bosnisch, Kroatisch und Serbisch Ljubica Negovec, leitet mit ihrer über 20-jährigen Erfahrung in der Übersetzungsbranche die Übersetzungsagentur AlleSprachen in Graz. Zu ihrem Aufgabengebiet zählen unter anderem das Qualitätsmanagement, die Personalentwicklung sowie die sprachliche und technische Weiterentwicklung des Übersetzungsbüros.

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  • 29Jul

    DIREKT Sprachreisen ist zum wiederholten male in der Kategorie Star Agency Western Europe im Rahmen der STM Star Awards nominiert worden. Die Awards werden jedes Jahr im September in London ausgetragen und organisiert vom Study Travel Magazine. Weitere Infos in der Rubrik “News” auf unserer Webseite hier …

  • 07Jun

    Great Stour Canterbury

    Ideal für Berufstätige, die wenig Zeit haben, Bildungsurlaub in Anspruch nehmen möchten und effektives Lernen in Klassen mit Teilnehmern im ähnlichen Alter suchen: Sprachreisen 30+!

    DIREKT Sprachreisen organisiert 30+-Kurse in attraktiven Destinationen wie London, Portsmouth, Canterbury oder Torquay aber auch in Malta, Irland (Galway), in den USA (New York) und in Kanada (Toronto). In allen Kursorten ist 30+ mit Bildungsurlaub kombinierbar. Für viele Bundesländer liegen bereits Anerkennungen vor, für andere können Anerkennungen auf Anfrage eingeholt werden, wenn genug Vorlaufzeit mitgebracht wird. Für Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen hat DIREKT Sprachreisen eigene Trägeranerkennungen.

    30+ wird v.a. von Sprachschulen in englischsprachigen Ländern angeboten. Für andere Sprachen ist 30+ im Kommen, DIREKT Sprachreisen bietet 30+-Kurse z.B. in Antibes / Frankreich an. Viele Schulen schreiben nicht speziell für 30+ aus, haben aber von Haus aus ein hohes Durchschnittsalter. Gerne beraten wir Sie, wenn Sie auf der Suche nach einem passenden Kurs sind.

    Weitere Infos zu Sprachreisen 30+ hier …
    Weitere Infos zu Bildungsurlaub bei DIREKT Sprachreisen hier …

  • 19Apr

    San Sebastian ist eine Augenweide … die Stadt schmiegt sich um eine der schönsten Buchten der Welt, von der Natur “designt” in Form einer Muschel, mit wunderbaren Sandstränden, grünen Hügeln und einem Blick auf tiefblaues Meer. Die Stadt besticht aus einer gelungenen Mischung aus Alt und Neu, mit viel historischer Architektur aus mehreren Jahrhunderten, interessante avantgardistische Bauten, viel Grün und viel viel Lebensgefühl. Lernen Sie Spanisch im Baskenland … bei unserer Partnerschulen Lacunza in San Sebastian.

    Mehr Infos zu Sprachreisen nach San Sebastian auf unserer Webseite hier …

  • 05Feb

    Ab März 2016 müssen Kanada-Reisende, die zu touristischen Zwecken einreisen, eine elektronische Einreisebewilligung (eTA) einholen (gilt nicht bei Einreise auf dem Landweg oder mit dem Schiff). Die Bewilligung ist online einzuholen, kostet 5 Euro (per Kreditkarte zu zahlen) und ist für 5 Jahre gültig.

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