• 08Nov


    Fortsetzung von Teil 1

    04.11.10

    Der Tag begann früh mit einem denkbar einfachen Frühstück im Agora. Naja, es ist eine Studentenresidenz, und Südländer sind in Punkto Frühstück nicht sehr kreativ, aber sei’s drum. Dafür ist die Residenz sehr hochwertig: geräumige Zimmer mit Privatbad, modern eingerichtet und mit sehr bequemen Betten (trotz fehlendem Lattenrost). Die Residenz gehört zu einer Universität, die ganz in der Nähe liegt, und Enforex nutzt in 2011 die komplette Anlage für ein summer camp (Schülerprogramm für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahre). Neben Zimmern für 2-4 Studis bietet die Anlage eine Mensa, einen großen Aufenthaltsraum mit Tischfußball, TV und Automaten, einige Internetcomputer, Fitnessraum, Waschküche, Musikzimmer und Sportplätze, alles sehr modern und funktional.

    Der Vorteil der Anlage ist die Lage, auf der einen Seite sehr geschützt und mit viel Grün drum herum (hinter der Residenz liegt ein schöner Park, der von Touristen gemieden wird weil wenig bekannt, aber sehr sehenswert), auf der anderen Seite mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Stadtzentrum aus sehr schnell zu erreichen. Direkt gegenüber liegt das Velodrom, das damals für die Olympischen Sommerspiele gebaut wurde.

    Nach der Besichtigung der Anlage ging’s direkt zum Flughafen und mit Iberia weiter nach Madrid. Auch hier wieder das gleiche Aha-Erlebnis: brandneues Flughafenterminal mit geschwungenem Dach, offensichtlich vom Pflanzen- oder Tierreich inspiriert, sehr elegant und geschmackvoll. Vom Flughafen ging es direkt zur Calle Vallehermoso. Hier verfügen don Quijote-Enforex über mehrere große Wohnungen im gleichen Gebäude, die unterschiedlich genutzt werden, z.T. als Wohngemeinschaften auf Selbstverpflegungsbasis, z.T. als Studentenresidenzen (in diesem Falle ist die Küche tabu, eine Spanierin übernimmt das Kochen für die Studenten). Eine der Wohnungen, die wir besichtigten, wurde gerade renoviert, eine andere war vor kurzem renoviert worden … beide von sehr gutem Niveau, viel Ikea (ist das schlimm?), aber sehr gemütlich, funktional und großzügig. Eine andere Wohnung, die als WG dient, war von der Einrichtung her älter, aber völlig in Ordnung. Die Wohnungen liegen in Gehentfernung sowohl zu Enforex als auch zu don Quijote, sehr zentral und daher bei den Studenten heiß begehrt!

    Zweiter Programmpunkt des Tages war die Besichtigung von Enforex Madrid. Diese Schule ist die größte von Enforex, mit Klassenzimmern auf mehreren Stockwerken, ähnlich eingerichtet wie Enforex Barcelona. Neben Spanischkursen werden auch Fremdsprachenkurse für Spanier angeboten, was nette Synergieeffekte für ausländische Studenten mit sich bringt. Die Schule liegt gegenüber von einem Universitätsgebäude und in Gehentfernung zu don Quijote Madrid, wohin es nach dem Mittagessen als nächstes ging. don Quijote befindet sich in einem der bekanntesten Gebäude der Stadt, dem ehemaligen Soldatenquartier der spanischen Könige in der Calle Duque, die Casa Conde Duque. Dieser riesige Komplex wird zur Zeit renoviert, ein großer Teil ist schon fertig gestellt und wird für Konzerte, kulturelle Events und Ausstellungen genutzt.

    Auch die Räumlichkeiten von don Quijote sind vor kurzem komplett renoviert worden, die Schule ist erst vor ca. 2 Jahren hierher umgezogen. Auch hier: sehr elegant, mit historischen Elementen (Treppen, Kamine, Fußböden), z.T. auch pragmatisch praktisch einfach mal Räume durch Trennwände geteilt … naja, das gehört sicherlich auch dazu, eine Sprachschule ist ja kein Museum. don Quijote ist kleiner, als Enforex, hat aber in meinen Augen viel Charme. Die Schulen von don Quijote sind ganz allgemein für ein breiteres Publikum geeignet, sprich alle Altersstufen, aber auch den anspruchsvolleren Kunden. Die Klassen sind mit max. 8 Teilnehmer z.B. auch etwas kleiner als bei Enforex.

    Ein Wort zu den Fotos: … recht dunkel, da der Lichteinfall in die Räume nicht ideal war. Ich bitte um Verzeihung! J

    Noch ein Wort zum Mittagessen: wieder spanische Spezialitäten, leider alle mit Fleisch. Das Restaurant Aranduero ist zwar sehr bekannt, in Sachen vegetarischer Küche allerdings wenig kreativ: ein grüner Salat mit Tomaten und süßlichen Speisezwiebeln, ein Teller mit Queso (Käse) und Brot musste reichen. Naja, Spanien ist für Vegetarier nicht der Himmel auf Erden. Dafür war das Brot erstklassig … viel ansprechender für mich als Fleischtörtchen mit Rinderblut oder Lammfleisch ;-)

    Nach einem kurzen Besuch im Headquarter von IDEAL in der Calle Alberto Aguilera (wunderschöne Räumlichkeiten) ging es per Bus vor die Tore der Stadt auf den Campus der Universidad Francisco de Vitoria, eine international bekannte Privatuniversität. Wer hier studiert, muss Geld mitbringen bzw. gut betuchte Eltern haben! Enforex nutzt den Campus im Sommer für ein summer camp. Der Vorteil: erstklassige Infrastruktur, d.h. gut ausgestattete Klassenzimmer und Gemeinschaftsräume, eine erstklassige Residenz mit schönen Einzelzimmern mit Privatbad, Gemeinschaftsräumen und Mensa (als wir kamen, wurde gerade fürs Abendessen eingedeckt … mit Stofftischdecken und Edelbesteck!). Die Tour führte uns über den gesamten Campus vorbei an Sportanlagen und zurück zum Bus, der uns wieder ins Stadtzentrum brachte und zur letzten Station des Tages brachte, einer Stadtführung.

    Selbige wurde von einer erstklassigen Führerin geleitet, einer ausgebildeten Kunsthistorikerin. Die Tour wurde auf Spanisch durchgeführt, für unseren Russen hat Johan (unser Ansprechpartner bei don Quijote – Enforex) ins Englische übersetzt. Obwohl ich nie Spanisch gelernt habe, konnte ich die Führerin gut verstehen. Spanisch ist sicherlich keine sehr schwere Sprache, Französisch etwa stellt da größere Hürden. Zugegeben: ein bisschen kunsthistorischer Hintergrund hilft natürlich auch (ich kenne mich in Sachen Kunst und Geschichte ganz gut aus).

    Unsere Tour führte uns zum Königspalast und diverse Stationen zur Plaza Major und zur Plaza del Sol. Übrigens das Wetter: 17 Grad bis in den Abend hinein, und das Anfang November! Außerdem den ganzen Tagen über Sonne satt, wie schon in Barcelona. Leute in T-Shirts und kurzen Hosen unterweg, man kann es kaum glauben … Den Abschluss des Abends bildete ein Tex Mex-Essen in einem Restaurant in der Nähe der Calle Princesa. Da ich mexikanisches Essen liebe, hat mich dieser Abend wieder etwas mit der spanischen Küche ausgesöhnt, denn das Essen an diesem Abend war ausgezeichnet! Rückflug am nächsten Morgen nach Frankfurt und “welcome back” in Heidelberg am darauffolgenden Samstag mit: Regen!!

    Mein Fazit: auf nach Spanien! In den letzten Jahren ist sehr viel Geld in den Ausbau der Städte geflossen, die Infrastruktur in Barcelona und Madrid hat sich enorm verbessert. Es lebt, lernt und feiert sich ganz hervorragend in diesen Städten, und da dies auch viele Studenten aus anderen Ländern inzwischen mitbekommen haben, trifft man hier nicht nur auf Deutsche, wie oft befürchtet wird, sondern auf Leute aus der ganzen Welt. In diesem Sinne: bienvenidos todos los estudiantes a Barcelona y Madrid!”

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