• 25Apr

    von Andreas van Leeuwen

    Welche Stadt kann schon von sich behaupten, gleich zwei Altstädte zu haben? Granada kann es … und eigentlich sind es sogar drei. Dreh- und Angelpunkt bildet die Alhambra, Touristenmagnet par excellence und einmalig in ihrer Komposition aus maurischer Palastarchitektur, Festungsbau, Renaissance und schier endlosen Gartenanlagen. Südlich und westlich schmiegt sich die Altstadt mit der Kathedrale und dem Kloster des Heiligen Jeronimo an den Burgberg, mit engen Gassen, schönen Plätzen aber auch opulenten Prachtstraßen aus dem 19. Jahrhundert. Nördlich findet die Alhambra Fortsetzung im Albaicin, dem ursprünglichen Siedlungsraum der muslimischen Bevölkerung, und dem Sacromonte, dem ehemaligen Stadtteil der Zigeuner, der in den Albaicin übergeht. Albaicin und Sacromonte sind einzigartig … man wandelt durch die engen, verwinkelten Gassen und Plätze mit ihren weißgetünchten Häusern und hat den Eindruck, in einem andalusischen Dorf zu sein (dabei befindet man sich in einer Großstadt!), die Zeit scheint hier gleichsam stehengeblieben zu sein. So einzigartig die Stadt, so einzigartig die Lage … in etwa einer Stunde ist man in der Sierra Nevada, wo man sogar im Sommer Ski fahren kann, und ebenso lange braucht man an die sonnenverwöhnte Küste mit ihren weißen Sandstränden.

    An einem sonnigen Aprilmorgen stattete ich unserer Partnerschule Escuela Delengua einen Besuch ab. Die Schule ist zwar vergleichsweise klein, jedoch unser bevorzugter Partner in Granada. Die Rückmeldungen unserer Kunden sind exzellent, dementsprechend gespannt war ich auf meinen ersten Besuch in der Schule. Dieser sollte sehr positiv ausfallen. Auch wenn es, bedingt durch die frühe Uhrzeit, noch etwas duster in der Schule war (sie liegt in einer engen Gasse mitten in der Altstadt von Granada), habe ich mich in den Räumlichkeiten gleich wohl gefühlt. Als wäre das Verschmelzen von Stilen, das Granada prägt, auch hier Programm, hat man historische Elemente (wie z.B. einen alten Brunnen) erhalten und behutsam integriert, die Klassenzimmer fühlen sich mitunter weniger wie Klassenzimmer denn wie “study lounges” an, jedes ist anders gestaltet. Oben im Schulgebäude befinden sich Wohngemeinschaften, eine weitere im Gebäude nebenan, das so schmal ist, dass jedes Stockwerk nur ein Zimmer fasst … sehr urig, wenngleich auch kein großer Luxus (dafür sehr preisgünstig). Die Mitarbeiter der Schule sind extrem freundlich und herzlich … man spürt eine authentische Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft, typisch für familiengeführte Sprachschulen. Hier steht noch ganz der akademische Impetus im Vordergrund, nicht “big business” … die Kursteilnehmer danken es dadurch, dass sie immer wieder zurückkommen in diese wunderbare Stadt und diese wunderbare Schule.

    Weitere Infos zu Escuela Delengua finden Sie auf unserer Webseite hier …

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