• 08Apr

    von Andreas van Leeuwen

    An einem Ostermontag on the road mit Ziel Italien … genauer gesagt Mailand, zur Inspektion unserer Partnerschule International House Milano. Die Anreise abends, ohne Stress, mit genug Zeit zum Flanieren und Bummeln durch die Prachtstraßen dieser immer schon wohlhabenden, gebildeten, etwas elitären aber v.a. architektonisch unglaublich schönen Stadt.

    Die Anreise ist über die Flughäfen Malpensa oder Linate ziemlich problemlos, wobei Linate näher zur Stadt liegt und in nur ca. 20 Minuten mit Burs Nr. 73 zu erreichen ist (nach Malpensa fährt ein Shuttle-Zug ab Milano Centrale, der allerdings immerhin ca. 40 Minuten braucht). Das hellerleuchtete Stadtzentrum um Via Torino, den Dom und die Scala ist eine Anreise am Abend wert, ebenfalls das nächtliche Treiben, die Straßenmusiker mit ihrem Publikum, Dinieren auf der Straße und, natürlich, die Heerscharen von Touristen, die die Plätze und Straßen bevölkern. Von hier aus sind es nur wenige Haltestellen mit der Metro Linie M3 bis Brenta, wohin mich mein Weg am nächsten Morgen führte.

    Unsere Partnerschule IH befindet sich in einem Bürogebäude neueren Datums direkt in der Nähe der Metrostation. Francesca, die Marketing-Direktorin der Schule, hat mich sehr herzlich in Empfang genommen und mir die Räumlichkeiten gezeigt. Die Schule ist erst vor kurzem vom Standort Torre Velasca hierher umgezogen. Torre Velasca ist zwar zentraler gelegen, aber mit einigen Nachteilen funktioneller Art verbunden, v.a. weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht (auch wenn es de facto ziemlich hässlich ist!) und kaum etwas passgenau geändert werden kann. 2018 sollen hier umfangreiche Renovierungsarbeiten stattfinden, die einen temporären Auszug der Schule erfordert hätten … die Schule hat daher beschlossen, sich gleich langfristig eine neue Bleibe zu suchen und ist an der Viale Brenta fündig geworden. Der neue Standort ist zwar nicht ganz so zentral, wie Torre Velasca, aber verkehrstechnisch sehr gut angebunden, und in einer Großstadt wie Mailand ist man ohne ÖPNV ohnehin nicht “überlebensfähig”.

    Der neue Standort bietet zudem viel Platz … alle Wände wurden herausgerissen, danach wurden passgenau neue Klassenzimmer, Büros und Lounge-Bereiche eingerichtet. International House bietet nicht nur Italienischkurse an, sondern hat auch ein starkes Standbein im Unterrichten der englischen Sprache, v.a. im Unterrichten von Englischlehrern (die Schule bietet regelmäßig CELTA- und DELTA-Kurse an). Außerdem ist IH seit kurzem IELTS-Testzentrum für Englisch. Die Atmosphäre in der Schule ist herzlich, die Räumlichkeiten sind modern und großzügig und v.a. sehr hell, jedes Klassenzimmer hat ein großes Fenster, für den Sommer kann eine Klimaanlage aushelfen und im Winter wird es dank guter Isolierung des Gebäudes nie kalt … beste Rahmenbedingungen also zum Erlernen der italienischen Sprache.

    Nach dem Schulbesuch hat mich Francesca noch zur Residenz La Cordata San Vittore in der gleichnamigen Straße begleitet. Diese Residenz war neu für mich und der Eindruck sehr positiv: eine schöne, großzügige Anlage mitten in einem upmarket-Stadtteil nahe Katholischer Universität und Wissenschaftsmuseum, mit großem Garten, historischem Gemäuer und komfortablen Zimmern (die meisten mit eigener Kitchenette) zu einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis in einem modernisierten Teil des Gebäudes, der nur für Kurzzeit-Aufenthalte (bis zu einem Monat) reserviert ist. Die Umgebung von San Vittore ist quirlig und lebendig, mit vielen Geschäften, Restaurants und Bars, alles von gewissem Niveau, außerdem historischer Archiktektur im Überfluss. Hier lässt es sich gut aushalten … egal ob für 1 Woche oder für Jahre! Entfernung zur Sprachschule: ca. 30 Minuten mit der Metro, wobei man 1 x umsteigen muss (M1 und M3). Zum Wohnen ist die Gegend um San Vittore dem Standort Brenta eindeutig vorzuziehen.

    Alternativ zur Residenz San Vittore sind Gastfamilienunterkünfte möglich, wobei hier mit deutlich längeren Fahrzeiten gerechnet werden muss. Ansonsten bietet Mailand eine Fülle von Hotels, Apartments und Residenzen an, die allerdings ihren Preis haben. Mailand ist eine Business-Stadt und immer gibt es irgendwelche Messen und Ausstellungen … in diesen Zeiten sind die Unterkunftspreise astronomisch hoch.

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